Externe Schulevaluation im Kanton Aargau

Stand Juli 2018


Einbettung bzw. politische/gesetzliche Grundlagen
Die Externe Schulevaluation ist in der "Verordnung zur geleiteten Schule" vom 23. November 2005 (Stand 01.01.2011) geregelt und ist damit in das ganzheitliche kantonale Qualitätsmanagement eingebettet (als Ergänzung zur Schulaufsicht Kanton Aargau). Das Departement BKS (Bildung, Kultur und Sport) des Kantons Aargau hat der Fachhochschule Nordwestschweiz, Pädagogische Hochschule, Institut Forschung & Entwicklung den Auftrag erteilt, die externen Schulevaluationen an den Volksschulen im Kanton Aargau (inkl. Heilpädagogische Schulen) durchzuführen.

Im Rhythmus von sechs Jahren werden alle Schulen im Kanton (inkl. Heilpädagogische Schulen) unterschiedlicher Grösse extern evaluiert.

Im dritten Zyklus, Start im Herbst 2017 umfasst die externe Schulevaluation im Wesentlichen folgende zwei inhaltliche Schwerpunkte:

  1. Die Ampelevaluation (Rechenschaftsfunktion).
    Diese untersucht, ob die Schule den grundlegenden Anforderungen der "Funktionsfähigkeit" zu genügen vermag. Diese orientiert sich an kantonalen Qualitätskriterien.
  2. Die Profilevaluation (Feedbackfunktion).
    Diese fokussiert im 3. Zyklus die Besonderheiten der Schule. Dieser Berichtsteil hat Feedbackcharakter und folgt der Leitfrage «Wodurch zeichnet sich die Schule aus? Welches sind ihre besonderen Merkmale?»

Mit der Fokussierung auf die Ampelevaluation wird seitens des Kantons ein klarer Schwerpunkt auf die Überprüfung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller Schulen zu Gunsten eines gleichwertigen Bildungsangebots sowie der Chancengerechtigkeit für die Schülerinnen und Schüler gesetzt. Die Ampelevaluation wird mit der Profilevaluation ergänzt, welche über die Feststellung hinausgeht, dass die Grundanforderungen erfüllt sind, und der Schule Hinweise auf Stärken und Schwächen resp. Chancen und Risiken liefert, welche zusammen mit umfangreichem quantitativem Datenmaterial Anhaltspunkte für Entwicklungsschwerpunkte sein können.

Die bisherige Fokusevaluation durch die externe Schulevaluation zu wählbaren Schwerpunktthemen (z.B. Schulführung, Umgang mit Vielfalt, Zusammenarbeit von Schule und Eltern) fällt im 3. Zyklus weg und geht in die Verantwortung der Schulen über (interne Evaluationen). Schulen, die interne Evaluationen durchführen möchten, und sich beispielsweise einen thematischen Fokus setzen, können Unterstützung und Begleitung abrufen.

Evaluationsmethoden
Bei allen Evaluationen werden standardmässig eingesetzt: Dokumentenanalyse, Fragebogen, Gruppen- und Einzelinterviews, Ratingkonferenzen, Unterrichtsbeobachtungen, Erkundungsgespräche, Sitzungsbeobachtung, Rundgang.

Befragte
Bei allen Evaluationen werden mündlich und / oder schriftlich befragt: Lehrpersonen, Schüler/innen, Eltern, Schulleitung und weitere Mitarbeitende der Schule.

Arbeitsschwerpunkte 2018/19
(1) Ende November 2017 hat der Grosse Rat im Rahmen der Budgetdebatte eine Kürzung der Mittel für die externe Schulevaluation vorzunehmen. Diese Reduktion hat Anpassungen an der Gesamtplanung wie auch Konzeption des Verfahrens zur Externen Schulevaluation zur Folge. Der geplante Umsetzungszeitpunkt eines angepassten Evaluationsverfahrens ist auf das Schuljahr 2020/21 vorgesehen.
(2) Weiterführung und Weiterentwicklung von begleiteten Selbstevaluationen (z.B. Erprobung von verschiedenen Formen wie Kompaktevaluation, Partnerschaft-Peer-Review, Fragebogengestützte Evaluation, Geleitete Evaluation sowie Entwicklung von Instrumenten für Evaluationsschwerpunkte wie altersdurchmischtes Lernen AdL, Schulkultur, Followership, kompetenzorientierter Unterricht).

 

Webseite

Jahresberichte / Monitoringberichte
Referenz-/Orientierungsrahmen
Begleitete Selbstevaluation

 

zurück