Externe Schulevaluation im Kanton Obwalden

Stand März 2017


Einbettung bzw. politische/gesetzliche Grundlagen
Im Bildungsgesetz und in der Bildungsverordnung (2006) ist die Externe Evaluation expliziter Teil des Qualitätsmanagements der Schulen und des Kantons. Seit Sommer 2010 gelten die vom Regierungsrat erlassenen «Ausführungsbestimmungen über die externe Schulevaluation der Volksschulen» vom 29. Juni 2010 (Stand Juli 2015) sowie das 2009 erlassene Rahmenkonzept «Qualitätsmanagement der Volksschule», das Mindeststandards für elf Q-Elemente definiert.

Evaluationsverfahren
Seit Schuljahr 2015/16 sind die Einzelteile der dritten Auflage der externen Schulevaluation wie folgt definiert:

  • Standardevaluation „Schulprofil“ (primär über schriftliche Vor-Befragungen und quantitative Analyse)
  • Stärken-Schwäche-Analyse mittels der Vorbefragung und anschliessendem Dialog mit der Schulleitung auch bezüglich der schuleigenen Stärken-Schwächen-Analyse
  • Bewertung bzgl. kantonaler Evaluationsfrage
  • Bewertung bzgl. schuleigener Evaluationsfrage

Der Prozess wird kooperativer gestaltet:
Die Ergebnisse rein quantitativer Analyse der Befragungen werden zunächst mit der Schulleitung besprochen. Dieser erste Dialog mit der Schulleitung ermöglicht eine vertieftere Auseinandersetzung mit den Daten und gibt Hinweise für qualitative Evaluationsschritte beim Besuch der Schule. Während zwei Besuchstagen an der Schule werden weitere qualitative Daten gesammelt, Unterricht bei einzelnen Lehrpersonen wird besucht und gemäss den Evaluationsfragen bewertet. Im zweiten Dialog mit der Schulleitung werden der Bericht mit den gezogenen Schlüssen bzgl. der Qualität der Schule sowie die Entwicklungshinweise und deren Umsetzungsplanung besprochen. Erst dann wird dem gesamten Lehrerteam Bericht erstattet und schliesslich der Schule ein schriftlicher Bericht erstellt.
Die interne Evaluation und die Metasicht auf die entsprechenden Schlüsse werden im Gespräch mit der Schulleitung mit bewertet. Das Evaluationsteam überprüft, inwieweit die Selbstdiagnose mit der Fremdeinschätzung übereinstimmt und beschreibt im Evaluationsbericht Übereinstimmungen bzw. Differenzen der externen und der internen Sicht.
Optional kann die Schule bei quantitativen Befragungen zusätzlich eigene Fragen eingeben („Seitenwagenbefragung“). Ebenso besteht für die Schulleitung die Option, rein quantitative Auswertungen der Befragung von Schülerinnen und Schülern bzw. von Erziehungsberechtigten klassenweise zu wünschen.

Aktuell
Als kantonalen Fokus für den dritten Durchgang bestimmte das Bildungs- und Kulturdepartement den «Umgang mit Vielfalt» an der einzelnen Schule

Webadressen
Externe Schulevaluation
Rahmenkonzept Qualitätsmanagement Volksschule Kanton Obwalden