Externe Schulevaluation im Kanton Luzern

Stand März 2017


Einbettung bzw. politische/gesetzliche Grundlagen
Die externe Evaluation des Kantons Luzern ist eingebettet in ein ganzheitliches Qualitätsmanagement der Volksschulen, welches folgende Elemente umfasst:
Schulinterne Elemente
1.    Qualitätskonzept
2.    Selbstbeurteilung (inkl. Feedback)
3.    Professionelle Lerngemeinschaften (Qualitätsgruppen)
4.    Beurteilungs- und Fördergespräch
5.    Weiterbildung
6.    Interne Evaluation
Schulexterne Elemente
1.    Orientierungsrahmen Schulqualität
2.    Beratung und Unterstützung
3.    Externe Evaluation
4.    Überwachung
5.    Systemevaluation (kantonal, national)
Gesetzliche Grundlage: Gesetz über die Volksschulbildung (SRL Nr. 400a) und Verordnung zum Gesetz über die Volksschulbildung (SRL Nr. 405).

Evaluationsverfahren
Der Orientierungsrahmen stellt mit seinen Qualitätsansprüchen die normative Grundlage der externen Evaluation dar. Er lehnt sich an das EFQM-Modell an, ist in drei Dimensionen gegliedert und umfasst 14 Qualitätsbereiche. Basierend auf diesem Orientierungsrahmen setzt sich der Evaluationsschwerpunkt der externen Schulevaluation im Kanton Luzern wie folgt zusammen:

  1. Schulprofil (kriteriengeleitete Untersuchung des Schulprofils unter Berücksichtigung sämtlicher Dimensionen und Qualitätsbereiche des Orientierungsrahmens).
  2. Fokus der Dienststelle Volksschulbildung (drei verbindlich vorgegebene Qualitätsbereiche aus den beiden Dimensionen «1 Führung und Management» und «3 Ergebnisse und Wirkungen»).
  3. Fokus der Schule (drei selbstgewählte Qualitätsbereiche der Schule, mindestens zwei davon aus der Dimension «2 Bildung und Erziehung»).

Evaluationsmethoden
Bei allen Evaluationen setzen wir standardmässig ein: Dokumentenanalyse, Fragebogen, Interviews, Ratingkonferenzen, Unterrichtsbeobachtungen, Sitzungsbeobachtung, freie Beobachtungen, Rundgang.

Befragte
Bei allen Evaluationen befragen wir je mündlich und schriftlich: Lehrpersonen, Schüler/-innen, Eltern, Schulleitung, Schulsozialarbeit, Schulbehörde und bei Bedarf weitere Personengruppen (z.B. Schulabgänger/-innen, Mitarbeiter Tagesstrukturen und Sekretariat).
Alle Volksschulen im Kanton Luzern wurden von 2005 – 2009 im Rahmen des 1. Zyklus und von 2010 – 2015 im Rahmen des 2. Zyklus evaluiert. Seit Herbst 2015 läuft der 3. Evaluationszyklus (Dauer 6 Jahre).

Eingeführte Änderungen mit dem 3. Evaluationszyklus

  • Stärkerer Einbezug der Schulen, beispielsweise in der Festlegung des Evaluationsschwerpunktes und der Formulierung der Entwicklungsziele nach der Evaluation.
  • Flexibilisierung des Evaluationszeitpunkts je nach Qualitätsstand der Schule.
  • Substanzielle Reduktion des Aufwands für die Schulangehörigen.
  • Anwendung des Qualitätskreislaufs steht im Zentrum der Beurteilung des schulinternen Qualitätsmanagements.
  • Einführung der Online-Befragung.

Aktuelle konzeptuelle Fragen
In den kommenden Jahren beschäftigen folgende Themen:

  • Auswirkungen von Lehrplan 21 und Leistungsmessungen auf die externe Schulevaluation.
  • Verzahnung der internen und externen Evaluation.
  • Verbesserung des schulinternen Qualitätsmanagements.


Website
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