Externe Schulevaluation im Kanton Appenzell Ausserrhoden

Stand März 2017


Einbettung bzw. politische/gesetzliche Grundlagen
Die Qualitätsüberprüfung der Volksschule mit externen Schulevaluationen ist im Schulgesetz vom September 2000 und in der Schulverordnung vom März 2001 verankert. In der Schulverordnung werden die Schulen auch zur Qualitätssicherung und –entwicklung sowie zu internen Evaluationen verpflichtet. Im Qualitätskonzept für die Volksschule (2. aktualisierte Ausgabe vom August 2013) sind Rahmenvorgaben für das schulinterne Qualitätsmanagement, die Externe Evaluation und die Kantonale Rechenschaftsorientierte Evaluation festgelegt worden. Es enthält auch den Referenzrahmen mit den Qualitätsmerkmalen für die Schul- und Unterrichtsqualität.


Stand der Schulevaluation im Kanton
Der erste Durchgang der Externen Schulevaluationen wurde von 2003 bis 2006 pilotiert und von 2007 bis 2012 ordentlich durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Qualitätsbereiche plus das Schulinterne Qualitätsmanagement evaluiert. Zusätzlich konnte jede Schule eine bis zwei Fokusfragestellungen vorschlagen.
Nach einer Metaevaluation des Verfahrens bei den Schulpräsidien, Schulleitungen und den Schul- oder Stufenvorständen als Vertreter der Lehrpersonen am Schluss des ersten Durchgangs, wurde der zweite Durchgang konzipiert. Er startete mit leicht abgeändertem Verfahren im Schuljahr 2013/2014 und wird bis und mit 2017/2018 dauern.


Evaluationsverfahren
Das Konzept sieht vor, dass jede Schule/Schuleinheit alle vier bis fünf Jahre evaluiert wird. Im Rahmen des Sparprogramms wurde der Turnus definitiv auf fünf Jahre festgelegt. In Appenzell Ausserrhoden werden aktuell (inkl. Sonderschulen) 28 Schuleinheiten gezählt. Die Privatschulen werden nicht evaluiert.
In Appenzell Ausserrhoden sind die Schulevaluationen von Beginn weg im Auftragsverhältnis an unabhängige ausserkantonale Teams vergeben worden. Die Erfahrungen damit sind sehr positiv. Die Evaluationsteams werden durch den Leiter der Fachstelle Schulqualität ins hiesige Qualitätskonzept und die Besonderheiten des Ausserrhoder Schulsystems eingeführt. Er koordiniert die Evaluationen, begleitet die Teams in der Einführungs- und Vorbereitungsphase und führt die schriftlichen Befragungen durch. Ab der Rückmeldeveranstaltung begleitet er die Schulen im Verarbeitungsprozess, nimmt den von der Schulbehörde beschlossenen Massnahmenplan entgegen und führt in der Mitte zwischen zwei Evaluationen gemeinsam mit dem Leiter des Amts für Volksschule, dem Schulpräsidium und der Schulleitung ein Auditgespräch durch. Darin wird u.a. der Stand der Umsetzung der im Massnahmenplan enthaltenen Entwicklungshinweise überprüft.
Im zweiten Durchgang kommt wiederum ein einheitliches Verfahren zur Anwendung. Es werden standardmässig 10 von 12 Qualitätsbereichen untersucht. Die Schule hat die Möglichkeit, innerhalb der definierten Qualitätsbereiche eine bis zwei Fragestellungen für eine vertiefte Untersuchung vorzuschlagen.
In den Schulevaluationen kommen standardmässig Stärken-Schwächen-Analysen, Dokumenten-analysen, Interviews, Unterrichtsbeobachtungen, Sitzungsbeobachtungen, freie Beobachtungen und Rundgänge zum Einsatz. Im Vorfeld der externen Evaluation führt die Fachstelle Schulqualität bei allen Eltern und Lehrpersonen, bei den Lernenden ab der 3. Klasse, den Mitgliedern der Schulbehörde sowie der Schulleitung eine Befragung mit Online- oder Papierfragebogen zu allen 12 Qualitätsbereichen durch. In den Evaluationen wird nebst diesen Personengruppen zusätzlich auch das nichtlehrende Personal (Sekretariat, Hauswart) mündlich befragt.


Webseite

Qualitätskonzept Der Referenzrahmen ist Teil des Qualitätskonzepts und ebenfalls auf derselben Seite zu finden

Jahresberichte / Monitoringberichte

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