Externe Schulevaluation im Kanton Aargau

Stand März 2017


Einbettung bzw. politische/gesetzliche Grundlagen
Die Externe Schulevaluation ist in der "Verordnung zur geleiteten Schule" vom 23. November 2005 (Stand 01.01.2011) geregelt und ist damit in das ganzheitliche kantonale Qualitätsmanagement eingebettet (als Ergänzung zur Schulaufsicht Kanton Aargau). Das Departement BKS (Bildung, Kultur und Sport) des Kantons Aargau hat der Fachhochschule Nordwestschweiz, Pädagogische Hochschule, Institut Forschung & Entwicklung den Auftrag erteilt, die externen Schulevaluationen an den Volksschulen im Kanton Aargau durchzuführen.


Evaluationsverfahren
Das Aargauer Evaluationsmodell besteht aus einer Kombination von drei Elementen:

  1. Überprüfung von sieben Grundanforderungen zur Funktionsfähigkeit der Schule ("Ampelkriterien") mit einer Rechenschaftsfunktion
  2. Erfassung des Entwicklungsprofils der Schule mit einer Feedbackfunktion
  3. Fokus- oder begleitete Selbstevaluation mit einer Entwicklungsfunktion als freiwilliges Angebot (vertiefte Analyse von bestimmten Qualitätsbereichen wie Schulführung, Qualitätsmanagement, Integrative Schulungsprozesse, Schulische Entwicklungsprozesse. Zusammenarbeit Schule-Eltern).

Evaluationsmethoden: Bei allen Evaluationen werden standardmässig eingesetzt: Stärken-Schwächen-Analysen, Selbstdeklaration im Bereich der Fokusevaluation (bei Wahl eines Fokusthemas), Dokumentenanalyse, Fragebogen, Gruppen- und Einzelinterviews, Ratingkonferenzen, Unterrichtsbeobachtung, Erkundungsgespräche, Sitzungsbeobachtung, Rundgang.


Befragte: Bei allen Evaluationen werden mündlich und / oder schriftlich befragt: Lehrpersonen, Schüler/innen, Eltern, Schulleitung und weitere Mitarbeitende der Schule.
Abschluss des 2. Evaluationszyklus im Schuljahr 2016/17: Im Rhythmus von sechs Jahren werden alle 242 Schulen (inkl. Heilpädagogische Schulen) unterschiedlicher Grösse extern evaluiert.


Arbeitsschwerpunkte 2016/17
(1) Erprobung des angepassten ESE-Verfahrens und der ESE-Instrumente im Hinblick auf den 3. Evaluationszyklus ab Schuljahr 2017/18 mit Pilotschulen
(2) Überarbeitung des Ampelsets zur Überprüfung von 7 Grundanforderungen mit neuer Gewichtung: "Umgang mit Ergebnissen von Leistungstests" (nur bei Regelschulen), "Schul- und Unterrichtsklima", "Arbeitsklima für Lehrpersonen", "Elternkontakte", "Schulführung", "Qualitätsmanagement", "Umgang mit Vielfalt", Betreuung und Aufsichtsfunktion (nur bei Heilpädagogischen Schulen)
(3) Überarbeitung der Orientierungsraster zur Schulführung, zum schulinternen Qualitätsmanagement und zu den schulischen Integrationsprozessen
(4) Weiterentwicklung von begleiteten Selbstevaluationen (z.B. Entwicklung von weiteren Itempools und Befragungsinstrumenten zu Schwerpunktthemen wie beispielsweise altersdurchmischtes Lernen AdL, Schulkultur, Followership)

Webseite

Jahresberichte / Monitoringberichte
Referenz-/Orientierungsrahmen

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